Neues Gewerbegebiet in Aicha vorm Wald

Sechs Parzellen mit 40 000 Quadratmetern Gesamtfläche in der Nähe von Zubringer und Autobahn erschlossen

Weisen auf die Werbetafel hin, die das Gebiet erklärt: Andreas Gastinger (l.) und Georg Hatzesberger. −Foto: Heisl 

Aicha vorm Wald. In der altehrwürdigen Hofmark tut sich etwas. Der Gemeinderat hat zwei Wohnbaugebiete auf den Weg gebracht, auf einem davon wird schon kräftig gebaut. Dazu geht man die Ortskernsanierung an, ein Projekt, das ein Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität ist und den Ort noch attraktiver macht.

Viel verdankt Aicha in punkto Expansion seiner verkehrsgünstigen Lage direkt am Autobahnzubringer, der St 2127, und in absoluter Nähe zur A3. Nur drei Kilometer von dieser europäischen Verkehrsachse entsteht nun in der Hofmark ein neues Gewerbegebiet „Sommerweide West“ mit 39700 Quadratmeter Nutzfläche.
„Wir wünschen uns, dass nicht ein Großer kommt und alles aufkauft, sondern dass mehrere Gewerbebetriebe sich hier ansiedeln“, meint Bürgermeister Georg Hatzesberger und ergänzt, dass natürlich ortsansässige Firmen, die erweitern wollen, besonders willkommen seien. Er sei zuversichtlich, dass, wie bei der Wohnbebauung, die Grundstücke locker weggehen, was bei einem Quadratmeterpreis von 47 Euro voll erschlossen nicht schwierig sein dürfte, wie er glaubt.
„Der Bebauungsplan, den das Architekturbüro Maier und Maier aus Vilshofen erstellt hat, ist seit 8. Juli 2019 rechtskräftig“, ergänzt Geschäftsleiter Andreas Gastinger. Eigentümer der Grundstücke ist die Gemeinde, die auch vermarktet. Bis Jahresende soll die Tiefbauplanung durch die Firma Richter Ingenieure Passau erledigt sein, mittlerweile wird die Erschließung ausgeschrieben, die bis 2021 fertiggestellt sein soll. Ein Zuckerl ist, dass bei den Parzellen 3 und 4 Betriebsleiterwohnungen zulässig sind. Ein Wohngebäude mit guter Ausstattung ist bei Parzelle 4 schon vorhanden und kann übernommen werden.
„Wir haben ja eine mehr als optimale Verkehrsanbindung“, freut sich der Bürgermeister. Dazu ist die Fläche ein leichter Südhang, was den Vorteil bringt, dass die Dächer mit PV-Anlagen genutzt werden können und bei einer zweigeschossigen Bauweise die Zufahrt zu beiden Geschossen möglich ist. Überhaupt liegt die Gewerbefläche zwischen zwei „Großen“, dem Opel-Teilelager der Firma Hofbauer und der Firma Soppart, sowie im Süden begrenzt durch den Zubringer. Damit ist sichergestellt, dass keine Wohnbebauung unter dem Gewerbe leiden muss.
„Das Gebiet ist schon seit vielen Jahren für Gewerbe vorgesehen“, erklärt Bürgermeister Hatzesberger. Die Gesamtfläche einschließlich Grünanlage und Regenrückhaltebecken beträgt 54500 Quadratmeter, 20 000 Quadratmeter Ausgleichsfläche hat die Gemeinde selbst stellen können. Die Abwasserentsorgung erfolgt im Trennsystem. Das Regenwasser wird in ein Regenrückhaltebecken abgeleitet, das Schmutzwasser wird durch eine zentrale Pumpanlage ins System der Gemeinde eingespeist. „Die Verkehrserschließung erfolgt über die Staatsstraße St 2127 und die Verlängerung der Erschließungsstraße Am Bärnbach“, erklärt Andreas Gastinger. Die Grundstücksgrößen variieren zwischen 1965 und 11015 Quadratmetern, so Gastinger. − sl

(aus PNP vom 24.09.2019)