Arbeiten im Zeitplan

Sanierung der Grundschule kommt bald zum Abschluss – Neue Fluchttüren

Architekt Tobias Maier (l.) Informationen formierte Bürgermeister Florian Gams auf der Baustelle an der Grundschule in Sandbach −Foto: Ho

Sandbach. Mehr als die Hälfte der Sommerferien ist vorbei – wie sieht es aus? Kann zum Unterrichtsbeginn am 10. September der Betrieb in der Grundschule Sandbach ohne Behinderungen wieder aufgenommen werden? Bei einem Ortstermin hat Architekt Tobias Maier Bürgermeister Florian Gams über den Fortgang der Sanierungsarbeiten informiert und seine Antwort auf die Frage des Bürgermeistes lautete „Ja“.

Nachdem die ersten Arbeiten Mitte Juni starteten, ist inzwischen schon Vieles geschafft. Oberste Priorität hat ein ungestörter Schulbetrieb am 10. September. So wird das komplett sanierte und neu gedämmte Dach diese Woche fertig, Schalung, Lattung und Eindeckung sollen bis zum Unterrichtsbeginn abgeschlossen sein.

Auch am Untergeschoss sind die Arbeiten weit fortgeschritten. Das Mauerwerk wurde frei gelegt und abgedichtet, die Lichtschächte wurden erneuert und hinterfüllt, so dass Haupteingang und Pausenhof voll zur Verfügung stehen werden.
Das Gesamtgerüst wird noch bis zum Ende der Bauarbeiten bleiben. Hier startet nun das Anbringen des Vollwärmeschutzes. Zunächst wird der Klassenzimmertrakt im Ostteil fertig gestellt, damit bei Schulbeginn keine lärmintensiven Arbeiten mehr nötig sind.

An beiden Stirnseiten wurden je zwei Fluchttüren neu erstellt, die zu dem baulichen vorgeschriebenen zweiten Rettungsweg gehören, der über zwei Stahltreppen die Schüler im Notfall nach draußen kommen lässt. Zur Ortsmitte hin wird vor dieser Treppe eine Mauerscheibe vorgesetzt, welche die Treppe optisch verschwinden lässt. Durch die beiden Fluchttüren sind nunmehr die Gänge in diesem Teil der Schule wesentlich heller und freundlicher.

Die vier Klassenzimmer und der gesamte Eingangsbereich sind bereits weitgehend fertig. Die neuen Akustikdecken sind überall angebracht, die Klassenzimmer haben alle EDV-Anschluss, nur Heizkörper und LED- Lampen (dimmbar mit Tageslichtsteuerung) müssen noch angebracht werden. Im Eingangsbereich wird ein Waldwasserbrunnen zum Trinken einladen.

Im Untergeschoss sieht es zwar noch etwas mehr nach Baustelle aus, aber auch hier wird die dort untergebrachte Ganztagesbetreuung spätestens Ende September die Räumlichkeiten voll nützen können. Hier wurden die beiden Kindergartenräume einerseits zu einem Werkraum, andererseits zu einem Raum für die Hausaufgabenbetreuung umgestaltet. In der Mitte beim Eingang liegt der Pausenraum für die Mittagsverpflegung und die Küche. Der bisher über drei Stufen erreichbare Eingang wurde barrierefrei abgetragen und behindertengerecht gestaltet. Auch die Sanitäranlagen mussten der Körpergröße der Schüler angepasst werden.

Mehr als 15 Handwerker sind derzeit mit den Arbeiten in, an und auf dem Gebäude beschäftigt. Das bedarf einer genauen Koordination und einer weitsichtigen Logistik, wie Architekt Tobias Maier versichert, der mit dem Fortgang der Arbeiten sehr zufrieden ist: „Wir sind voll im Zeitplan, das Gebäude wird auf alle Fälle bis einschließlich Treppenhaus, das heißt der Bereich, in dem die Schule stattfindet, zu Unterrichtsbeginn ganz fertig sein. Die dann noch ausstehenden Arbeiten vor allem an den Außenanlagen werden den Unterrichtsbetrieb nicht beeinträchtigen.“

Bürgermeister Florian Gams unterstrich noch einmal die Notwendigkeit dieser Generalsanierung und dankte dem verantwortlichen Architekturbüro für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Nach einem neuen Kindergarten kann der Ort nun jungen Familien auch eine moderne Grundschule zur Verfügung stellen. − ho

(aus PNP vom 27.08.2019)